Eine 66-jährige Frau suchte eine Gynäkologin auf und behauptete, im neunten Monat schwanger zu sein – doch als die Ärztin sie untersuchte, erstarrte sie vor Entsetzen bei dem, was sie auf dem Bildschirm sah.
Die 66-jährige Larisa suchte medizinische Hilfe, als die Schmerzen unerträglich wurden. Zunächst glaubte sie, es handle sich lediglich um Magenbeschwerden, altersbedingte Veränderungen, Stress oder eine gewöhnliche Blähung.

Sie scherzte sogar darüber und meinte, sie habe wohl zu viel Brot gegessen, weshalb ihr Bauch so aufgebläht sei. Doch die Untersuchungen ihres Hausarztes stellten ihr Leben völlig auf den Kopf.
„Gnädige Frau …“, sagte der Arzt und betrachtete die Ergebnisse erneut. „Das mag ungewöhnlich klingen, aber die Testergebnisse deuten auf eine Schwangerschaft hin.“
„Was? Ich bin sechsundsechzig Jahre alt!“
„Manchmal geschehen Wunder. Trotzdem sollten Sie so bald wie möglich eine Gynäkologin aufsuchen.“
Larisa verließ die Praxis vollkommen fassungslos. Doch tief in ihrem Inneren wollte sie daran glauben. Sie hatte bereits drei Kinder zur Welt gebracht, und als ihr Bauch immer größer wurde, überzeugte sie sich selbst davon, dass ihr Körper ihr ein „spätes Wunder“ schenkte.
Sie verspürte ein ständiges Schweregefühl und meinte gelegentlich sogar Bewegungen wahrzunehmen – was ihren Glauben nur noch verstärkte.
Den Termin bei der Gynäkologin schob sie immer wieder hinaus. „Warum sollte ich gehen?“, sagte sie sich. „Ich bin Mutter von drei Kindern und weiß genau, wie so etwas abläuft. Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich ins Krankenhaus fahren.“

Monat für Monat wuchs ihr Bauch weiter. Die Nachbarn reagierten mit Erstaunen, doch Larisa lächelte nur und erklärte, dass Gott beschlossen habe, ihr noch ein Wunder zu schenken. Sie strickte winzige Babysocken, suchte Namen aus und kaufte sogar ein kleines Kinderbett.
Als schließlich – nach ihren eigenen Berechnungen – der neunte Monat erreicht war, vereinbarte Larisa doch einen Termin bei einer Gynäkologin, um zu erfahren, wie die Geburt verlaufen würde. Schon beim Blick auf ihr Geburtsdatum in der Patientenakte wurde die Ärztin misstrauisch.
Doch als die Untersuchung begann und die Bilder auf dem Ultraschallmonitor erschienen, verlor die Gynäkologin augenblicklich die Farbe im Gesicht. Was sie dort sah, war alles andere als das, womit sie gerechnet hatte.
Er trat einen Schritt vom Untersuchungsstuhl zurück und sagte mit leiser, bedrückter Stimme:
„Gnädige Frau … Sie sind nicht schwanger.“
„Wie bitte – nicht schwanger? Und die Testergebnisse? Mein Bauch? Die Bewegungen, die ich gespürt habe?“
„Ihr behandelnder Arzt hat sich geirrt. Der Test hat ein falsch-positives Ergebnis gezeigt. In Ihrem Körper befindet sich … ein sehr großer Tumor.“

Larisa erstarrte.
„Ein Tumor? … Was für ein Tumor?“
„Gnädige Frau, Sie haben einen Eierstocktumor, der die Größe eines vollständig ausgetragenen Babys erreicht hat. Er ist es, der in den vergangenen Monaten gewachsen ist.
Er hat das Gefühl von Bewegungen verursacht. Und er ist auch der Grund für Ihre Schmerzen. Der Tumor hat bereits Metastasen gebildet. Ihr Zustand ist äußerst kritisch. Sie benötigen dringend eine Operation, anschließend eine Chemotherapie … und uns bleibt kaum noch Zeit.“
Larisa wurde kreidebleich. Die Welt um sie herum verschwamm. Sie erinnerte sich daran, wie sie darüber gescherzt hatte, wie sie winzige Babysocken gestrickt und liebevoll über ihren Bauch gestrichen hatte – überzeugt davon, dass dort neues Leben heranwuchs.
Doch in Wirklichkeit war es die Krankheit gewesen, die unaufhaltsam in ihr gewachsen war.
„Wenn Sie sofort zu uns gekommen wären“, sagte die Ärztin leise, „hätten wir den Tumor wahrscheinlich rechtzeitig entfernen können. Sie hätten noch viele ruhige Jahre vor sich haben können. Doch wertvolle Monate sind verloren gegangen.“
Larisa schlug die Hände vors Gesicht und brach in Tränen aus. In diesem Moment begriff sie das ganze Ausmaß ihres verhängnisvollen Irrtums: Sie hatte an ein Wunder geglaubt, die Wahrheit nicht überprüfen lassen und notwendige Arztbesuche immer wieder hinausgezögert.
Nun kämpfte sie nicht mehr um ein Kind, das niemals existiert hatte …
sondern um ihr eigenes Leben.